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Das Hochfest Christi Himmelfahrt – vielerorts vor allem als Vatertag bekannt. Doch was verbirgt sich überhaupt hinter diesem Tag? Die genaue Bedeutung und der eigentliche Ursprung sind heute auch längst nicht mehr nicht mehr allen Christen geläufig …

Aus dem Hochfest Christi Himmelfahrt ist in Deutschland im Volksmund der „Vatertag" oder auch der „Herrentag“ geworden. Ein arbeitsfreier Tag zu „Ehren der Männer" der vielen willkommen ist. Die meist männlichen Teilnehmer machen dabei häufig Wanderungen oder gemeinsame Ausflüge. Landauf, landab per Auto, Fahrrad, Motorrad, verschiedenen Fuhrwagen oder klassisch zu Fuß mit dem Bollerwagen.

Die eigentliche Bedeutung

Die eigentliche Bedeutung des Feiertages im Frühsommer verrät bereits der Name: Christen feiern die Rückkehr Jesu Christi als Sohn Gottes zu seinem Vater im Himmel. Daher wird der Tag auch „Erhöhung Christi“ genannt.

Quellen für die Rückkehr des Gottessohnes finden sich im Neuen Testament im Lukas-Evangelium (24,50-52) und im ersten Kapitel der Apostelgeschichte (1,1-11). Demnach hat Jesus nach seiner Auferstehung am Ostersonntag noch 40 Tage lang zu seinen Jüngern gesprochen – bevor er schließlich in den Himmel zur Rechten Gottes erhoben wurde und eine „Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken" (Apostelgeschichte 1,9).

Entwicklung – Bitttage für eine gute Ernte

In den ersten drei Jahrhunderten war es üblich, die Feier der Himmelfahrt Christi zusammen mit dem Pfingstfest zu begehen. Seit dem 4. Jahrhundert ist Christi Himmelfahrt jedoch nicht mehr nur ein theologischer Begriff, sondern auch ein eigenständiger, christlicher Feiertag. In dieser Zeit entwickelte sich auch der Brauch, in den Tagen vor Christi Himmelfahrt Prozessionszüge abzuhalten und von Gemeinde zu Gemeinde zu ziehen und um eine gute Ernte zu beten. Deshalb wurden die Tage vor dem Fest auch „Bitttage“ genannt. Wie so häufig vermischten sich hier religiöse und weltliche Bräuche miteinander. Allerdings wurden diese Tage im Zuge der Liturgiereform 1969 in der katholischen Kirche endgültig abgeschafft.

Prozession im Bollerwagen

Nach einem alten germanischen Rechtsbrauch musste einmal im Jahr der eigene Grundbesitz umgangen werden, um das Recht daran zu behalten. „Um die Felder“ ziehen heute an Christi Himmelfahrt in ganz Deutschland Männer jeden Alters aus ganz anderen Gründen. Auch wenn sich dieser Brauch nicht unmittelbar aus den christlichen Bitttagen mit ihren Flurprozessionen abgeleitet haben sollte – überliefert ist, dass diese Flurumgänge und -umritte im Mittelalter mehr und mehr bei Speis, Trank und Tanz ihren Abschluss fanden. Aus dem 19. Jahrhundert sind dann sogenannte „Herrenpartien“ oder „Schinkentouren“ überliefert. Von diesen zum heutigen „Vater-“ oder „Herrentag“ ist es nur noch ein kurzer Gedankensprung.

Stephanie Tamm

Foto: Pixabay

Quellen:
www.heiligenlexikon.de
ww.brauchtum.de
www.katholisch.de/glaube/unser-kirchenjahr/viel-mehr-als-nur-vatertag

Bewusster Abschied – kann für jeden Menschen anders aussehen. Doch was bedeutet es eigentlich, sich bewusst von einem Verstorbenen zu verabschieden? Und warum löst der direkte Kontakt mit dem Tot bei vielen Menschen immer noch tiefstes Unbehagen aus?

Kaum etwas bewegt uns so sehr wie die Begegnung mit dem Tod. Doch kaum etwas geschieht auch so verborgen wie das Sterben. Seit der Tod zunehmend in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen eintritt, ist der direkte Kontakt zu einem Verstorbenen immer weiter aus unserem Lebensalltag verschwunden.

Oft sind es das Pflegepersonal, Ärzte, Seelsorger oder die Bestatter, die Berührungspunkte zu einem Leichnam haben und wissen, wie man einem Toten die Augen schließt, ihn richtig bettet oder wie sich ein kalter Körper anfühlt, aus dem das Leben gewichen ist. Damit besitzen sie Erfahrungen und ein Wissen, das in der breiten Bevölkerung weitgehend verloren gegangen ist.

Für viele Menschen ist die Begegnung mit einem Verstorbenen immer noch eine Ausnahmesituation, ganz zu schweigen von der Berührung eines toten Körpers. Das mag in vielerlei Hinsicht damit zu tun haben, dass die Konfrontation mit dem Tod – im Besonderen die Vorstellung vom Anblick eines Verstorbenen – mit großen Ängsten verbunden ist. Die Angst davor, sich in einer ungewohnten Situation ausgeliefert zu fühlen oder hartnäckige Gerüchte über „Leichengift“ lassen viele Menschen davor zurückschrecken, einem verstorbenen Angehörigen zu begegnen, ihn zu berühren, ihn zu versorgen oder offen aufzubahren zu lassen.

Bis in die 1950er Jahre war es ganz normal, dass ein Verstorbener durch seine Angehörigen versorgt und zu Hause oder im Trauerhaus der Gemeinde aufgebahrt wurde. Diese ehemals gängige Praxis ist einerseits fast in Vergessenheit geraten. Andererseits trägt die gegenwärtige Hospizbewegung, das Engagement vieler Bestattungsdienste und das zunehmende Interesse Angehöriger dazu bei, diese aktive Form der Trauerarbeit wieder in die gesellschaftliche Mitte zu rücken.

Sehen und begreifen was geschehen ist

Sich von einem geliebten Menschen verabschieden schmerzt – ganz gleich unter welchen Umständen oder zu welchem Zeitpunkt er gestorben ist. Für die Trauerbewältigung ist es elementar, den Schmerz zuzulassen und zu verstehen, dass der Tod wirklich eingetreten ist, das heißt den Tod überhaupt begreifen zu können. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn es sich um einen plötzlichen und unerwarteten Todesfall handelt.

Mit allen Sinnen begreifen zu können, dass jemand nicht mehr lebt, bedeutet, dies nicht nur zu hören, sondern auch mit eigenen Augen zu sehen und im wahrsten Sinne des Wortes zu „be-greifen“, also anzufassen. Wir nehmen Abschied von einem Menschen – die Betonung liegt dabei auf „nehmen“ als einer aktiven, bewussten Tätigkeit.

Die Tradition der Versorgung des Verstorbenen durch Angehörige und im Besonderen die offene Aufbahrung bieten für das BEGREIFEN und ABSCHIED NEHMEN einen würdevollen Rahmen und stellen keineswegs zwangsläufig eine Belastung dar. Vielmehr können diese besonderen Stunden, in denen ein geliebter Mensch verstorben ist, der Körper aber noch unter den Lebenden weilt, äußerst heilsam und eine ganz besondere, individuelle Form des Abschieds sein.

Viele Bestattungsdienste bieten Angehörigen mittlerweile die Möglichkeit, bei der Versorgung des Verstorbenen dabei zu sein oder machen Mut, den Leichnam selbst zu waschen, zu betten, einzucremen oder ihn anzukleiden. Bei einer offenen Aufbahrung hingegen hat jeder die Möglichkeit, sich auf seine eigene Art und Weise zu verabschieden. Dabei sollte grundsätzlich das getan werden, was im Moment der Trauer guttut:

Man kann sich zu dem Verstorbenen setzen und seine Hand halten oder streicheln. Man kann ihn noch einmal berühren, ihm die Stirn küssen oder ihm noch ein paar persönliche Worte mit auf die Letzte Reise geben. Man kann eine Kerze anzünden, beten, singen, weinen, aber auch schimpfen oder einfach nur mit seinen Lieben zusammensitzen.

Dabei ist es auch hilfreich, mehrmals zu dem Verstorbenen gehen zu können und die natürlichen körperlichen Veränderungen mitzuerleben: Sehen, wie sich die Hautfarbe verändert hat. Spüren, dass der Körper kalt ist. Erkennen, dass der verstorbene Mensch nicht mehr atmet und antwortet.

Häufig besteht immer noch große Unsicherheit, ob die Beteiligung an der Versorgung des Verstorbenen oder eine offene Aufbahrung überhaupt zulässig ist. Zwar bestimmen in Deutschland vielerorts die Bestattungsgesetze den Umgang mit dem Tod und den Toten. Doch vielfach werden die gegebenen Freiheiten gar nicht vollumfänglich genutzt: Angehörige dürfen den Verstorbenen beispielsweise auch vom Krankenhaus oder Pflegeheim zu sich nach Hause bringen lassen, um ihn dort noch bei sich zu haben und umsorgen zu können. Zudem darf ein Leichnam bis zu 36 Stunden zu Hause oder in den entsprechenden Räumlichkeiten des Bestatters aufgebahrt werden.

Oftmals beginnt der eigentliche Prozess der Trauerbewältigung erst einige Zeit nach den Trauerfeierlichkeiten oder der Beisetzung. Der bewusste Abschied von einem geliebten Menschen, eingebettet in einen feierlichen wie auch persönlich festgelegten Rahmen, kann jedoch maßgeblich dazu beitragen, den ganz eigenen „guten“ Weg durch die Zeit der Trauer zu finden.

Stephanie Tamm

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Eine Bestattung kostet Geld. Doch wieviel genau? Wie hoch sind die Gesamtkosten und woraus setzen sie sich zusammen? Darüber herrscht zuweilen große Unsicherheit. Viele Faktoren beeinflussen die Bestattungskosten ganz erheblich. Eine Bestandsaufnahme.

Bestattungskosten – viele Aspekte kommen zusammen

Die Kosten einer Bestattung setzen sich grundsätzlich aus drei Posten zusammen: den Dienstleistungen des Bestatters, den Fremdleistungen externer Dienstleister und den kirchlichen oder kommunalen Gebühren.

Seitens des Bestatters fallen Kosten für seine Dienstleistungen an. Hierzu gehören zum Beispiel die Überführung und die hygienische Versorgung des Verstorbenen, die gesamte Organisation der Gedenk- und Trauerfeierlichkeiten oder auch Behördengänge. Hinzu kommen Ausgaben für externe Dienstleister, wie den Floristen, der den Blumenschmuck stellt, die Lokalzeitung, in der die Traueranzeige geschaltet wird, den Trauerredner oder Steinmetz. Auch die kommunalen Friedhofsgebühren, die beim Kauf oder bei der Nutzung eines Grabes entstehen, fallen ins Gewicht.

Die Genaue Höhe der Posten weicht je nach Bestattungsart, Region und Ausführung der Bestattung jedoch stark voneinander ab. Zudem sind sie ganz maßgeblich von den individuellen Wünschen des Verstorbenen und seiner Angehörigen abhängig. Damit ahnen Sie es bereits: Die genaue Höhe der Bestattungskosten lässt sich nicht pauschal voraussagen. Auch Angaben zu möglichen Preisspannen sind ohne nähere Informationen zu den genannten Posten reine Spekulation.

Persönlichen Ansprechpartner finden

Der Bestatter Ihres Vertrauens leistet hier Abhilfe. In einem ausführlichen Gespräch über Ihre Wünsche und die Vorstellungen des Verstorbenen, listet er mit Ihnen zusammen Ihre alle Leistungen auf – um Ihnen am Ende einen seriösen Preis nennen zu können. Viele Bestattungsunternehmen bieten derweil unverbindliche Beratungsgespräche an und erstellen Ihnen einen detaillierten Kostenvoranschlag.

Genauso ist der Bestatter Ihnen bei der Beantwortung Ihrer Fragen behilflich: Wo kann unter Umständen etwas Geld eingespart werden? Ist eine Feuerbestattung zwangsläufig günstiger als eine Erdbestattung? Und was kann man beispielsweise selber zur Bestattung beitragen, ohne Fremdleistungen in Anspruch nehmen zu müssen? Ganz Allgemeinen steht fest, dass Ihnen viele Optionen offenstehen und Ihr Bestatter Ihnen genau die Möglichkeiten aufzeigen kann, die zu Ihnen passen und die Sie auch wirklich wollen.

Der Preis – passend und bezahlbar

Klar ist, dass nicht jede Bestattung nach Schema F ablaufen muss. Vielmehr macht eine persönliche Note einen Abschied deutlich wertvoller – und nicht zwangsläufig teurer. Mittlerweile werden vielfach Paketpreise angeboten, bei denen jedoch Vorsicht geboten ist: Versteckte Gebühren und eine irreführende Kostenaufstellung sind keine Seltenheit.

Ein seriöser Bestatter schnürt Ihnen hingegen IHR Paket zusammen und hilft Ihnen auch weiter, wenn Sie die anfallenden Kosten nicht ohne Weiteres auf einmal bezahlen können. Wie auch in anderen Lebensbereichen können Sie Ratenzahlungen vereinbaren oder eben eine individuelle Lösung finden, die Ihren Preisvorstellungen entspricht.

Frühzeitig vorsorgen

Ein Todesfall verursacht einige Ausgaben. Zuschüsse der Krankenkassen zu Bestattungskosten gibt es seit der Abschaffung des Sterbegeldes im Jahre 2003 nicht mehr. Eine Möglichkeit, die Bestattung frühzeitig finanziell abzusichern, ist eine Bestattungsvorsorge. Hinterbliebene werden dadurch finanziell entlastet und in ihrer Trauer nicht zusätzlich mit plötzlich anfallenden Ausgaben konfrontiert. Zudem können Sie selbst genau festlegen, wie Ihre dereinstige Bestattung einmal aussehen soll.

Wie auch bei der Ausgestaltung der Bestattung selbst, gibt es verschiedene Optionen, auf sicherem Wege Geld für die eigene Bestattung beiseite zu legen. Sogenannte Bestattungsvorsorgeverträge können beispielsweise mit Sterbegeldversicherungen oder einer Treuhandeinlage finanziell abgesichert werden. Der Bestatter Ihres Vertrauens hat auch hier ein offenes Ohr und hält Ihre Wünsche in einer passenden Bestattungsvorsorge für Sie fest.

Tipps zum Schluss

Überlegen Sie sich bereits zu Lebzeiten, was Ihnen bei Ihrer Bestattung wichtig ist – und was Sie nicht möchten. Tauschen Sie sich darüber mit Ihrer Familie aus. Wenn ein Todesfall zu erwarten ist, lassen Sie sich so früh wie möglich beraten. Hören Sie bei der Entscheidung für einen Bestatter auf Ihr Bauchgefühl und wechseln Sie gegebenenfalls. Fragen Sie nach einem schriftlichen Kostenvoranschlag, der Ihnen transparent die Einzelleistungen aufschlüsselt. Sorgen Sie finanziell vor und sichern Sie so nicht nur sich selbst, sondern auch Ihre Familie ab.

Stephanie Tamm

Foto: Pixabay